Neubau
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2021-2025
Neubau
DEFH Lärchenstrasse
Bergdietikon
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Bauherrschaft
privat
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Architektur/Bauleitung
Diethelm & Spillmann
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Mitarbeit
Tamara Németh
Martina Majdlen
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Fotos
Roger Frei

Neubau DEFH Bergdietikon, 2021-2025
Durch- und Weitblick
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Das Doppeleinfamilienhaus im aargauischen Bergdietikon ersetzt ein kleines Einfamilienhaus aus den 1950er-Jahren. Das Grundstück mit leichter Hanglage befindet sich an der Verzweigung zweier Quartierstrassen und gewährt gegen Norden, über die Strasse und die Landwirtschaftszone hinweg, einen Panoramablick auf das Limmattal. Topographie, Besonnung und Aussicht finden Niederschlag in einer Schottenbauweise mit Splittlevel. Die Schotten sind – von der Brandmauer abgesehen – jeweils einmal unterbrochen und zueinander verschoben, um situativ auf Grenzverläufe, Zugänge und Belichtung reagieren zu können. In ihrer Fortsetzung als Gartenmauern gliedern sie den Aussenraum und stärken die Verbindung zwischen innen und aussen. Ebenso durchlässig sind die beiden Häuser in der Vertikalen, wo die Decken an mehreren Stellen als Galerien enden und das «Satteldach» in Form zweier höhenversetzter Pultdächer ein Oberlicht bildet. Dieses Fensterband, das Sonnenlicht in die nordseitigen Dachräume bringt, findet eine Entsprechung in den verglasten Kniestöcken, die an der niedrigsten Stelle des Raumes Weite erzeugen und ohne Dachfenster eine Sichtverbindung nach aussen ermöglichen.
Die beiden Häuser bestehen aus einem wärmedämmenden Einsteinmauerwerk ohne Dämmung, Decken und Brüstungen aus Sichtbeton sowie Dächern aus Tonhourdiselementen. Zu den Sichtbetondecken gesellen sich als weitere Materialien in Eigenfarbe ein geschliffener Anhydridboden und Schlosserarbeiten aus blankem Stahl. Grüne Schränke und Türen, eine senfgelbe Küche und hellblaue Fenster setzen örtlich Farbakzente, die sich aussen auf orangerote Holzmetallfenster zwischen grau gestrichenem Kratzputz beschränkt.



Erdgeschoss
Obergeschoss
Dachgeschoss



Die Schotten sind als Einsteinmaerwerk konzipiert und in einem 42.5cm breiten Hochlochziegel ausgeführt. Hinsichtlich der Sortenreinheit sind die verwendeten Ziegel ungefüllt, jedoch mittels Sägemehl über den Brennprozess zusätzlich porosiert. Daraus resultiert unverputzt ein U-Wert von 0.15 W/m2K.


Die Dachkonstruktion besteht aus vorfabrizierten Tonfertigdecken

Schnitt 1

Schnitt 2

Zugang Tiefgarage

Zugang Erdgeschoss
Ein mehrgeschossiges Entrée ver-bindet die zwei Eingangsgebenen und bringt Sonnenlicht bis ins Unter-geschoss. Die Ankunft über die Tiefgarage ist dramaturgisch gleich-bedeutend wie der Haupteingang.

Eine skulpturale Betontreppe mit durchgehendem Handlauf aus Schwarzstahl fungiert als «promenade architecturale» und führt durch die verschiedenen Ebenen des Split-Level-Hauses.







