Wohnungsbau
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2021-2025
Neubau
MFH Gaswerkstrasse
Wohlen
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Bauherrschaft
Amendola AG
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Architektur
Diethelm & Spillmann
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Mitarbeit
Tamara Németh
Martina Majdlen
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Baumanagement
Blättler Architekten AG
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Landschaft
Haag Landschafstarchitektur
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Fotos
Roger Frei

Neubau MFH Gaswerkstrasse, 2021-2025
Treffpunkt Erschliessung
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Das Grundstück für das Mehrfamilienhaus mit 12 Wohnungen hat zwei Besonderheiten. Es liegt einerseits im Einflussbereich des Bahnlärms und es wird andererseits von einer kommunalen, jederzeit zugänglich zu haltenden Kanalisationsleitung durchquert. Letzteres erklärt die Aufteilung in zwei Baukörper – die Leitung liegt dazwischen – und Ersteres begründet den Einsatz von Glasbausteinwänden.
Jeder Körper zählt pro Geschoss zwei Wohnungen, die sich einen gemein-samen, leicht eingerückten Eingangsbereich teilen, der Teil des grossen Erschliessungs- und Aufenthaltsraumes zwischen den Körpern ist. Witterungsgeschützt im Erd- und 1. Obergeschoss, wird dieser Raum zur Freiluftterrasse im 2. Obergeschoss. Runde Ausschnitte in den Decken schaffen Sicht- und Kommunikationsverbindungen über die Geschosse hinweg und versprechen eine Gemeinschaft, die über Zufallsbegegnungen im Lift hinausgeht. Das mutet genossenschaftlich an, es handelt sich aber um einen gewinnorientierten Mietwohnungsbau. Die Wohnungen selbst basieren auf einem einfachen Setting mit zellenartigen Zimmern und Bädern und einem dazwischenliegenden, dreiseitig orientiertem Raum-kontinuum aus Wohnen, Essen, Kochen und Erschliessung.
Eingefärbte Faserzementplatten, Sichtbeton, Glasbausteine und blanke Aluminiumfenster prägen die äussere Erscheinung. Die geschosshohen Fassadenplatten, welche ein Backsteinmauerwerk mit aussenliegender Mineralwolldämmung bekleiden, sind geschuppt – in den beiden unteren Geschosse um Plattendicke und im obersten Geschoss mit doppelter Plattenbreite um Schwerttiefe. Das Relief schenkt dem Haus einen formalen Reichtum und wirkt mit dem daraus resultierenden «Dachgeschoss» massstabsverändernd.

Erdgeschoss

Längsschnitt

Querschnitt

Zwei Baukörper mit dazwischenliegendem Erschliessungsraum.
Geschuppte Faserzementplatten und vertikale Schwerter verleihen der Fassade ein Relief und wirken massstabsverändernd.


Schiebetüren zu den zellenartigen Zimmern betonen das Raum-kontinuum.

Glasbausteine reduzieren den Bahnlärm und schaffen einen privaten Aussenraum als Gegenpol zum kollektiven Erschliessungsraum.
Dreiseitig orientiertes Raum-
kontinuum aus Wohnen, Essen
und Kochen als Negativraum
zwischen den zellenartigen
Zimmern und Bädern.

Lärmempfindliche Räume öffnen
sich zu einem vorgelagerten, lärm-geschützten Aussenraum.
Eingefärbte Faserzementplatten, Sichtbeton, Glasbausteine und blanke Aluminiumfenster prägen die äussere Erscheinung. Die geschosshohen Fassadenplatten bekleiden ein Backsteinmauerwerk mit aussenliegender Mineralwolldämmung und sind geschuppt – in den beiden unteren Geschosse um Plattendicke und im obersten Geschoss mit doppelter Plattenbreite um Schwerttiefe. Das Relief verleiht dem Haus einen formalen Reichtum und wirkt mit dem daraus resultierenden «Dachgeschoss» massstabsverändernd.
